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Schleif-Ratgeber

Fischgrätparkett im Altbau: Vorher-Nachher aus München

von RIWO Commerce 01 Oct 2026

Altes Fischgrätparkett im Münchner Altbau ist ein dankbares, aber anspruchsvolles Projekt. In diesem Erfahrungsbericht zeigen wir mit echten Fotos von der Baustelle, wie der Boden vorher aussah, wie wir beim Schleifen vorgegangen sind und was am Ende dabei herauskommt. Die Bilder stammen aus unserem eigenen Bodenleger-Betrieb. Die Schleifmittel, die wir verkaufen, setzen wir auf solchen Baustellen selbst ein.

Vorher-Nachher-Vergleich eines Altbau-Flurs: links Kleberreste, rechts geschliffener Fischgrätparkett

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Ausgangslage: Kleberreste und ein müder Boden

Der Boden in dieser Altbauwohnung war deutlich in die Jahre gekommen. In den Räumen lag altes Fischgrätparkett mit stumpfer Oberfläche und Gebrauchsspuren. Im Flur und in einem Zimmer waren Teile des Belags entfernt, dort zeigten sich Kleberreste auf dem Untergrund und stellenweise die blanke Unterkonstruktion.

Alter Fischgrätparkett im Altbau mit Gebrauchsspuren und Schleier vor der Sanierung

Aufgerissener Altbau-Boden mit freiliegender Unterkonstruktion vor der Parkettsanierung

Flur im Altbau mit Kleberresten auf altem Fischgrätparkett vor dem Schleifen

Gerade bei Kleberresten ist die Vorbereitung entscheidend: Sie verstopfen das Schleifmittel schnell. Wer hier mit zu feiner Körnung startet, schleift lange und verbraucht unnötig viele Bänder.

Der Schleifablauf Schritt für Schritt

1. Grobschliff mit dem Bandschleifer

Zuerst trägt der Bandschleifer die alte Oberfläche und die Unebenheiten ab. Als Faustregel starten wir bei Altparkett mit einer groben Körnung (je nach Zustand etwa K36 bis K40), bei Fischgrät immer diagonal zur Stabrichtung, damit keine Wellen entstehen. Zirkonkorund-Bänder wie das Zirkon Schleifband 200 × 750 mm halten hier deutlich länger als einfaches Korund, weil sie sich selbst schärfen.

Parkett-Bandschleifer auf Fischgrätparkett in einem leeren Altbauzimmer

Bodenleger schleift Fischgrätparkett mit dem Bandschleifer in einem Altbauzimmer

Dieses Foto zeigt den Unterschied besonders gut: Links ist die Fläche bereits geschliffen, rechts liegt noch die alte Oberfläche.

Fischgrätparkett zur Hälfte geschliffen: links frisches helles Holz, rechts noch die alte Oberfläche

2. Rand und Ecken mit dem Randschleifer

Der Bandschleifer kommt nicht bis an die Wand. Für die Randzone nutzen wir einen Randschleifer mit Zirkon Klett-Schleifscheiben. Wichtig: Die Körnung der Scheiben muss zur Abfolge am Hauptboden passen, sonst bleiben an den Rändern sichtbare Unterschiede. Die Scheibe wird dazu regelmäßig gewechselt, sobald sie nicht mehr sauber schneidet.

Wechsel der blauen Klett-Schleifscheibe am Randschleifer beim Parkettschleifen

Randschleifer schleift Fischgrätparkett in der Zimmerecke an der Wand

3. Zwischen- und Feinschliff

Nach dem Grobschliff folgen feinere Körnungen. Als Faustregel gehen wir in Stufen von etwa K60 bis K80 und enden mit dem Schlussschliff in K100. Feiner muss es nicht werden: Mit K100 ist die Oberfläche glatt genug für die Versiegelung. Wer Stufen überspringt, sieht die Schleifspuren der gröberen Körnung später im Streiflicht. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Parkett schleifen mit Körnung und Maschine.

Das Ergebnis

Am Ende steht ein gleichmäßiges Schliffbild über die gesamte Fläche, ohne sichtbare Übergänge zwischen Hauptfläche und Rand. Das Streiflicht ist der ehrlichste Test: Kleine Fehler zeigen sich dort sofort.

Frisch geschliffener Fischgrätparkett in einem hellen Altbauraum

Geschliffener Parkettboden im Altbau im Streiflicht mit gleichmäßigem Schliffbild

Fertig geschliffener Fischgrätparkett mit gleichmäßigem Schliffbild

Nahaufnahme von geschliffenem Fischgrätparkett mit sichtbarer Holzmaserung

Fertig geschliffenes Fischgrätparkett in einem Altbauzimmer mit Flügeltüren

Unsere Tipps aus der Praxis

  • Untergrund zuerst prüfen: Kleberreste und lose Stäbe erkennen Sie vor dem ersten Schliff. Das spart Schleifbänder.
  • Nicht an der Körnung sparen: Eine Stufe zu überspringen kostet am Ende mehr Zeit als sie spart.
  • Ecken und Rand gleich mitdenken: Der Randschleifer braucht dieselbe Körnungsabfolge wie der Bandschleifer.
  • Im Streiflicht kontrollieren: Erst wenn der Boden dort sauber aussieht, geht es an die Versiegelung.

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